Wer kein Eigenheim besitzt oder keinen eigenen Stellplatz hat, ist beim Laden auf öffentliche Infrastruktur angewiesen. Das betrifft in Deutschland rund 70 Prozent aller E-Auto-Interessenten — und wird beim Kauf oft unterschätzt.
Die Preise variieren stark je nach Anbieter, Ladegeschwindigkeit und Tarif. AC-Laden (11–22 kW) kostet ohne Abo zwischen 0,35 und 0,55 Euro pro kWh. DC-Schnellladen (ab 50 kW) liegt ohne Abo bei 0,44 bis 0,79 Euro pro kWh — an Autobahnraststätten teils noch höher.
Lidl Plus und Aldi Süd bieten mit 0,29 Euro pro kWh das günstigste öffentliche AC-Laden in Deutschland — günstiger als viele Haushaltstarife. Rund 700 Standorte bundesweit, kostenlose App.
Ionity Passport Power (11,99 Euro/Monat) senkt den DC-Preis auf 0,39 Euro/kWh. Ohne Abo kostet Ionity 0,69 Euro/kWh — das Abo amortisiert sich ab ca. 30 kWh Schnellladen pro Monat.
EnBW mobility+ S ohne Grundgebühr (0,56 Euro/kWh) deckt das größte Netz in Deutschland ab und eignet sich als Universalkarte für Pendler ohne feste Ladelösung.
Bei 17 kWh/100 km Verbrauch sind das 2.550 kWh pro Jahr. Mit Lidl/Aldi (0,29 Euro/kWh): rund 740 Euro. Mit Ionity-Abo (0,39 Euro + 11,99 Euro/Monat): rund 1.140 Euro. Ad-hoc ohne Abo (0,65 Euro Durchschnitt): rund 1.660 Euro. Zum Vergleich: Ein VW Golf 1.5 TSI (6,5 L/100 km, 1,75 Euro/L) kostet rund 1.700 Euro im Jahr für Kraftstoff.
Seit 2020 haben Mieter das Recht, auf eigene Kosten eine Ladeeinrichtung zu installieren (Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz). Vermieter können das nicht pauschal ablehnen. Mit Wallbox und Haushaltsstrom sinken die jährlichen Ladekosten auf 450 bis 510 Euro — ein erheblicher Vorteil.
Den passenden Ladetarif für dein Fahrprofil findest du im Ladeberater auf ev-finder.de.
Alle Elektroautos im Vergleich → ← Zurück zum Ratgeber